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Sonntag, 05. September 2010


Freizeitangebote rund um den Jugendzeltplatz Kornberg.

Platzgeschichte

Das Zelten auf dem Kornberg hat für uns schon eine lange Tradition.

Ursprünglich fanden von 1953 an die ersten Pfingstlager auf dem Regenbogen bei Wiesensteig statt. Nachdem dies aber aus naturschutzrechtlicher Sicht nicht mehr möglich war wurde ein neuer Platz gesucht und gefunden. Von 1963 waren die Esslinger Pfadfinder auf dem Hinteren Baren hier am Kornberg.

Meist kommen die Gruppen für fast 5 Tage auf das Lager und über die Jahre hat sich das „Pfila“ für den Gau zum einem wichtigen „Zentrum“ entwickelt. Hier treffen sich alle Pfadfinder des Gaues, werden Versprechen abgelegt, Gottesdienste gefeiert, neu Gruppen begrüßt und alte verabschiedet – zeitweise mit fast 350 Pfadfindern ein denkbar beeindruckendes Spektakel.

1988 trat das Landratsamt Göppingen mit der Problematik an uns heran, dass es aufgrund des Biotopenschutzgesetzes die Wachholderheide des Hinteren Baren nicht mehr als Lagerplatz genutzt werden kann.

So mussten wir uns erneut auf die Suche machen. Maßgabe für den Platz war, nicht zu nah an Esslingen liegt, aber immer noch mit dem Fahrrad zu erreichen ist. Zudem wurde eine möglichst langfristige Lösung angestrebt. Eine lange und erfolglose Suche begann. Immer wieder gab es Gespräche mit dem Landratsamt Göppingen mit der Hoffnung um eine Lösung.

Zwischenzeitlich war es möglich oben auf dem Kornberg zu gastieren, aber auch hier wurde uns signalisiert, dass dies keine Dauerlösung sein könne.

Immer wieder war jedoch im Gespräch, dass der Betrieb im Steinbruch Kornberg eingestellt werden und wieder aufgefüllt würde. Unsere Hoffnung war, auf der wieder entstehenden Fläche einen Jugendzeltplatz einzurichten. Diese Pläne machte letztlich das Landratsamt war. Dem damaligen Betreiber des Steinbruchs wurde ein entsprechender Renaturierungsplan vorgegeben.

In Absprache mit der Gemeinde Gruibingen konnte dann das Gelände des ehemaligen Steinbruch vom CVJM Esslingen für die Pfadfinder erworben werden.

Nachdem der Steinbruch aufgefüllt und rekultiviert war, begann für uns die Gestaltung des ca. 2,2 ha großen Geländes als Zeltplatz. Durch Pflanzungen und das Anlegen von weiteren Grünriegeln gestalteten wir uns das Gelände zu einem übersichtlichen Zeltplatz, der allerdings eine Unterteilung in Teilplätze und Rückzugsmöglichkeiten bietet.

Unser ganzer Stolz gilt natürlich dem in mühsamer Eigenarbeit errichteten Versorgungsgebäude mit sechs Toiletten, Sammelgrube und Zisterne und einem kleine Serviceraum.

Finanziert wurde der Platz durch Rücklagen, welche die Pfadfinder in fast zehn Jahren gebildet hatten, seit klar war, dass des Ende des Hinteren Baren unabänderlich ist. Diese Rücklagen betrugen fast die Höhe des Kaufpreises. Die Kosten für den Bau und die Bepflanzung wurden größtenteils durch Spenden von Eltern, Ehemaligen und Gönnern gedeckt.

Im Rahmen des Pfingstlagers 2000 wurde der Platz in einem Festakt seiner Bestimmung übergeben und wartet nun auf viele Gruppen die hier Ihre Lager abhalten werden.

Bewegt hat uns dabei die Vorstellung, wie das Volk Israel nach der Verbannung wieder auf den Berg Zion zu kommen – endlich „wieder“ daheim. Bzw. einfach die Freude und die Liebe der Israeliten zu Jerusalem.

Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohl gehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen!

Aus Psalm 122

Das war die Hoffnung und die Sehnsucht für diesen Platz.

Letztlich 2008 wurde der Platz komplett. Durch das errichtete Kreuz ist nur klar, der Herr soll auf diesem Platz wohnen.

Und so wünschen wir allen Belegungen, dass sie hier auf den Jugendzeltplatz Kornberg „nach Hause“ kommen und eine gesegnete Zeit erleben.

 Der AK Kornberg